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Quelle: Auswärtiges Amt
Allgemeine Reiseinformationen
Die Philippinen sind unverändert ein beliebtes Reiseziel in Südostasien, das überwiegend von asiatischen und amerikanischen, aber auch von europäischen Touristen besucht wird.
Flughafengebühr
Bitte beachten Sie, dass die Flughafengebühr an den Internationalen Flughäfen von Manila, Cebu City und Davao City in Höhe von zur Zeit 750,- PHP bei der Ausreise erhoben wird; die Flughafengebühr muss bar in PHP oder US-Dollar bezahlt werden. Auch bei Inlandsflügen sind Flughafengebühren zu entrichten.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Für Besuchsaufenthalte benötigen deutsche Staatsangehörige zur Einreise in die Philippinen einen Reisepass, der mindestens noch 6 Monate nach Einreise gültig sein muss, sowie einen Weiter- oder Rückflugschein. Kinderreisepässe werden anerkannt, bisher auch Kinderausweise mit Lichtbild - eine Eintragung im Reisepass der Eltern ist nicht ausreichend. In letzter Zeit sind Probleme bei Fluggesellschaften (vor allem Gulf Air) aufgetreten, die sich weigerten, Kinder mit alten Kinderausweisen mit Lichtbild reisen zu lassen. Es wird daher empfohlen, für Kinder unter 12 Jahren einen neuen Kinderreisepass und für Kinder ab 12 Jahren einen Europapass mitzuführen. Kinder unter 15 Jahren müssen von einem Elternteil begleitet sein.
Visum
Für Touristen wird bei der Einreise ein gebührenfreies Visum für 21 Tage erteilt. Eine Verlängerung bis maximal 59 Tage ist beim Bureau of Immigration, Intramuros, Manila oder in einem der Regionalbüros (u.a. in Cagayan de Oro, Cebu City, Davao City, Iloilo, Pampanga, San Fernando, Tacloban) möglich. Hierfür ist ein gültiges Rückflugticket erforderlich.
Die Gebühr für die Verlängerung beträgt ca. 2.050,- PHP, zuzüglich eventueller Expressgebühr von 500,- PHP. Die philippinische Immigrationsbehörde achtet bei der Ausreise von Ausländern darauf, dass die Gültigkeitsdauer des Visums nicht überschritten wurde; bei Verstößen wird die Ausreise erst nach Bezahlung hoher Strafgebühren ggf. Haft gestattet.
Für eine Arbeitsaufnahme o.ä. oder längerfristigen Aufenthalt ist vorab bei der zuständigen philippinischen Auslandsvertretung ein Visum einzuholen.
Sonstige Hinweise
Am Flughafen wird ein nach hiesigem soziokulturellen Verständnis grob unhöfliches Benehmen mit Verweigerung der Einreise, Geldstrafe oder Haft geahndet. Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird.
Besondere Zollvorschriften
Ohne Deklaration ist die Ein- und Ausfuhr von 10.000 PHP und 10.000 US-Dollar gestattet. Die Einhaltung wird mit speziell ausgebildeten Hunden kontrolliert. Achtung: Schon der Besitz geringer Drogenmengen ist strafbar und kann zu hohen Freiheitsstrafen führen.
Weitere Importverbote bestehen für:
* Nachtsichtgeräte
* Waffen, Waffenteile und Munition, auch wenn sie nur dekorativen Charakter haben (z.B. Amulette in Waffenform, die überall angeboten werden)
* Subversive, obszöne oder pornographische Materialien
* Medikamente oder medizinische Geräte zur Durchführung einer Abtreibung
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Die Todesstrafe ist im Juni 2006 gesetzlich abgeschafft worden. Sehr hohe Freiheitsstrafen werden verhängt bei Drogenstraftaten, Sexualdelikten und insbesondere bei Kindesmissbrauch und Menschenhandel. Die Grenze zu der in den Philippinen grundsätzlich verbotenen Prostitution ist nach dem Gesetzestext schwer zu ziehen.
Beherzigen Sie die eindringlichen Appelle der Behörden vor illegalem Drogenbesitz, der in den Philippinen mit harten Gefängnisstrafen geahndet wird (ab 5 g lebenslange Freiheitsstrafe, bei Festnahme in einem Flug- oder Fährhafen wird strafverschärfend Handel unterstellt).
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei Einreise aus Deutschland sind keine besonderen Impfungen vorgeschrieben. Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Poliomyelitis, Hepatitis A geimpft wird empfohlen. Bei besonderen Risiken (Hygienemängel, Langzeitaufenthalt, ländliche Gebiete, soz./sex. Kontakte) können zusätzlich Impfungen gegen Typhus, Hepatitis B, Tollwut oder Japanische Encephalitis indiziert sein.
In Baguio City und der zugehörigen Cordillere Region im Nordteil von Luzon traten Ende 2004 und Anfang 2005 schwere Meningokokkenerkrankungen des Typ A auf. Neue Erkrankungen wurden zuletzt nicht mehr gemeldet. Für Reisende in die Region Baguio ist bei engem Kontakt mit der Bevölkerung eine Impfung gegen Meningokokken ACWY zu erwägen.
Denguefieber
Ganzjährig in Manila und anderen Regionen insbesondere in während der Regenzeit von Juni bis Oktober Auftreten von Denguefieber, das durch (tagsüber aktive) Stechmücken übertragen wird.
Malaria
Malariavorkommen: von der Region abhängig mittleres bis hohes Risiko (Touristenziel Palawan!), in weiten Teilen des Landes, ganzjährig mit Zunahme während der Regenzeit, überwiegend Malaria tropica. Manila, die Inseln Bohol, Cebu (bekanntes Touristenzentrum), Catanduanes und Leyte gelten als malariafrei.
Wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung gegen Malaria und Dengue-Fieber ist der Schutz vor Mückenstichen mit angepasster Kleidung (ab Sonnenuntergang helle Kleidung, lange Hosen und Ärmel), Verwendung von mückenabweisenden Hautmitteln, evtl. Moskitonetzen etc. Für die medikamentöse Prophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) im Handel. Notwendigkeit, Auswahl, individuelle Dosierung, Nebenwirkungen und eventuelle Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten vor der Reise unbedingt mit einem Tropen- oder Reisemediziner besprochen werden.
Vogelgrippe, SARS
Es sind bisher keine Fälle von Vogelgrippe und SARS bekannt geworden.
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Die Angaben sind:
- zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

